Wie kann man Stress reduzieren – Podcast Ulrich Eckardt

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Wie kann man Stress reduzieren - Podcast Ulrich Eckardt
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Viele Menschen stellen sich die Frage, wie kann man Stress reduzieren Genau dieses Thema wollen wir in diesem Podcast besprechen, welcher als transkribierte Version zur Verfügung steht.

Stress entsteht oft, wenn zu viele Dinge auf uns einwirken oder wir zu viel in zu kurzer Zeit zu erledigen haben, aber auch in der Partnerschaft kann Stress aufkommen. Was ist Stress und wie kann man mit ihm umgehen?

Wo auch immer der Stress herkommen mag, es ist nur ein Gefühl, welches wir selbst erzeugen aufgrund von äußeren Einflüssen. Dies können Dinge sein, die wir sehen, Worte, also Schallwellen, die wir hören oder etwas was wir dann fühlen – wie eine Berührung etwa.

Wenn ich nun frage, ob Ihr, liebe Hörer und Hörerinnen, Stress habt und Druck ausgesetzt seid, dann werden vermutlich die meisten die Frage mit einem JA beantworten – und wenn ich dann noch frage, ob ich Euch einen Weg zeigen darf, wie man den Stress los wird, ja, dann wird auch hier die Mehrheit wohl „Ja“ sagen.

Vielleicht kennst Du auch Situationen, bei denen die Arbeit so richtig leicht von der Hand geht – das kann im Beruf oder im privaten Bereich sein! Das sind dann die Situationen, in denen man trotz vieler unterschiedlicher Themenstellungen, ganz viel erreichen möchte und kann – das sind genau die Situationen, in denen Du eine Leidenschaft entwickelst – und daher mein erster Tipp: Mache nur dass, was Dir wirklich Spaß und Freude bereitet und mache Dich von den Dingen unabhängig, hängen Dich also von den Menschen und Aufgaben ab, die Dir nicht gut tun – gut, das gelingt nicht immer, aber irgendwann und irgendwo kannst auch Du gewiss damit anfangen Dich abzuhängen.

Beispielsweise kannst Du alle paar Monate Deine Kontaktliste überprüfen und Dich bei jedem Eintrag fragen, ob dir dieser Kontakt gut tut, ob Du gerne mit ihm oder ihr Zeit verbringst und inwieweit der Kontakt, also der Mensch, Dir geholfen hat Dich weiterzuentwickeln. Ist dies nicht der Fall, dann lösche den Kontakt. Das kann hier und da schmerzhaft sein, weil wir immer glauben, man müsse jedem gefallen und man darf denjenigen nicht enttäuschen, aber wir haben nur eine begrenzte Lebenszeit und wollen wir die wirklich mit Energiesaugern und negativen Menschen verbringen, also unsere Lebenszeit verschwenden? Ich beantworte die Frage mit einem klaren NEIN. Das Leben ist zum Leben und nicht zum Leiden da.

Wie kann das gelingen, denn schließlich sind wir doch auf viele Dinge und Menschen angewiesen?

Ja, aber das ist nur teilweise richtig. Wir glauben oftmals, dass wir auf etwas angewiesen wären. Dies ist beispielsweise der Job, den wir ausführen. Ist er unbefriedigend, dann wird dieser meist dennoch weiter ausgeübt, weil es bequemer ist sich über Vorgesetzte zu beschweren als sich hinzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und sich auf eine andere Stelle zu bewerben.

Ebenso kann eine Partnerschaft mehrheitlich unbefriedigend sein – und dennoch halten wir an dieser fest. Warum? Nun eine Trennung oder Scheidung kann kostenintensiv sein oder man hat Angst alleine zu sein. Viele Menschen sind nur mit ihrem Partner oder der Partnerin zusammen, weil sie sich nicht trauen alleine zu leben. Hierbei wird aber allein mit einsam verwechselt. Und wer nicht alleine leben kann, naja, der sollte sich einmal Gedanken machen, warum dies so ist. Jeder von uns trägt alles in sich um glücklich zu sein – kein gesunder Erwachsener braucht einen anderen – klar, es ist natürlich schöner in einer Partnerschaft zu leben, nur sollte diese in der Regel auf Liebe und nicht auf finanziellen oder emotionalen Abhängigkeiten beruhen.

Und auch in einer problematischen Partnerschaft kann man etwas verbessern und zwar sowohl als Mann als auch aus Frau – wenn man das möchte. Dies bedingt aber, dass man nicht an der Partnerschaft an sich arbeitet, sondern bereit ist sich selbst zu ändern und sich aufeinander einzulassen. Ist einer von beiden dazu nicht bereit, dann kann es besser sein getrennte Wege zu gehen, als dauerhaft unglücklich zu leben und permanent zu streiten, oder neben einander, wie in einer WG, zu wohnen.

Aber das ist doch alles leichter gesagt als getan?

Ist der Leidensdruck in einem Lebensbereich hoch genug, dann erhöht dies zwangsläufig die Motivation zu einer Veränderung. Die Frage die man sich stellen kann ist jedoch, wie viel muss man leiden um motiviert zu sein? Dies ist individuell. Manche Menschen leiden ein Leben lang unter einer schlechten Arbeitsumgebung oder einer Partnerschaft, andere Menschen hingegen ziehen rasch die Konsequenzen. Es kommt natürlich immer auf die jeweilige Situation und den Menschen an, aber es steht nirgends geschrieben, dass man der Umstände wegen leiden muss.

Du meinst jeder hat ein unterschiedliches Potential an Leidensfähigkeit. Der oder die eine mehr, der oder die andere weniger und jeder darf die Verantwortung hierfür selbst übernehmen?

Ja, wir sind alles kleine Masochisten 🙂

Perfektionismus

Machen wir weiter mit dem zweiten Tipp nämlich dem Perfektionismus.

Oftmals wollen wir, weil wir vielleicht so erzogen wurden, alles richtig und perfekt machen – vielleicht ist die Motivation dahinter, es jemand recht machen zu wollen und nicht nicht zu enttäuschen, aber hinter diesem Perfektionismus kann auch die Angst stehen, keine Anerkennung, Zuneigung oder Liebe für etwas Unperfektes zu erhalten – oder, und das ist für viele Menschen noch viel schlimmer, die Angst bewertet zu werden – also die Angst zu versagen!

Doch perfekt sein zu wollen ist eine Illusion, denn es gibt nichts Perfektes – nicht einmal die Natur hat dies in den Millionen und Milliarden Jahren geschafft, etwas Perfektes zu schaffen – und die Evolution geht immer weiter – Wie kann man nun erwarten, dass wir, die wir nicht perfekt sind, perfekt sein wollen? Und außerdem kann man sich die Frage stellen, wer legt fest, was perfekt überhaupt bedeutet? Macht Euch bitte klar, dass es nichts Perfektes gibt, daher ist das Streben nach Perfektion zwar nett, aber wenn der Perfektionismus uns in unserem Handeln hindert und wir nichts machen, naja, dann verbessert sich die Situation auch nicht wirklich und wir kommen keinen Schritt vorwärts.

Daher der Tipp: Arbeite und lerne gewissenhaft und gibt Dein Bestes! – Mehr nicht! Du wirst es nie allen Menschen recht machen können – Jeder hat an irgendwas zu kritisieren! – auch hier an diesem Podcast. Das ist vollkommen normal und menschlich.

Der so genannte Perfektionismus ist auch eine klasse Entschuldigung etwas nicht machen zu müssen – aus den von Dir genannten Gründen

Absolut. Wenn ich ein Video, einen Podcast, ein Bild, ein Aufsatz, eine Masterarbeit usw. nicht veröffentliche, nun, dann kann ich auch nicht versagen, werde nicht bewertet und und und – wie praktisch ist es doch den eigenen Perfektionismus als Entschuldigung heranzuziehen etwas nicht tun zu müssen.

Der nächste Tipp, den ich Euch geben kann, damit Ihr weniger Stress habt, ist, stoppt das angeblich funktionierende Multitasking, verabschiedet Euch temporär von der digitalen Welt und kehrt in die analoge Welt zurück – dies bedeutet nicht, dass Ihr Euer Handy wegwerfen oder nicht mehr das Internet nutzen sollst – nein, ich meine damit, dass Ihr Eure Gedanken auf ein Thema lenken könnt und Euch nicht vom Smartphone, vom Email-Programm oder anderen Nachrichten ablenken lasst.

Lerne NEIN zu sagen zu der Flut an Informationen, die auf Dich hereinbrasseln – das können News sein, Facebook, WhatsApp, YouTube-Kanäle und auch Podcast-Kanäle uupss.. und und und. Die Nachrichten und die Informationsflut lenken doch nur ab! Wenn Du Dein Handy einmal ausschaltest, was verpasst Du denn wirklich? Was hat sich in Deinem Leben grundlegend geändert, wenn Du nicht permanent zu erreichen bist? In der Regel NICHTS!

Du kennst das: Du arbeitest oder gehst einem Hobby nach, der Partner oder die Partnerin oder wer auch immer, bittet Dich um einen Gefallen und dann poppt die Nachricht im Handy hoch „Ein neues Video ist online“ oder „Die Startseite wurde aktualisiert“ oder „Jemand hat in der Gruppe einen neuen Beitrag verfasst“ oder „ein neuer Podcast ist online“ usw. Dann ließt Du die News oder schaust Dir das Video an und schwubs sind 20 Minuten weg und die eigentliche Tätigkeit, die Du durchführen wolltest oder der Wunsch des Partners oder Partnerin ist vergessen. Übrigens da liegen auch die Vorteile eines Podcasts, den kann man auch beim Autofahren und bei sportlichen Aktivitäten anhören – aber das wollte ich nur am Rande erwähnen.

Und wenn Du konzentrierst arbeitest oder ein Buch liest, dann entledige Dich all dieser möglichen Störquellen und nehme Dir Zeit für Dich – wenigstens temporär – und informiere ggf. auch Familienmitglieder bei Dir zu Hause, dass Du ungestört für einen gewissen Zeitraum sein möchtest!

Also Handy aus, E-Mail Programm schließen, Messanger-Dienste auf lautlos und Benachrichtigungen ausschalten, wenn man diese Funktion nicht für die spezielle Tätigkeit benötigt. Am besten ist es, wenn man das Handy in ein anderes Zimmer legt, damit man nicht abgelenkt wird
Was kann man noch unternehmen, um weniger Stress wahrzunehmen oder zu haben?

Stelle Dir bitte einen für Dich typischen Tag vor – besonders die Zeit zwischen Aufwachen und Arbeitsbeginn – wie sieht Dein Ablauf des Vormittags aus? Hast Du ausreichend Zeit zu frühstücken? Nimmst Du Dir Zeit zum Anziehen?
Gehst Du entspannt zum Bus bzw. fährst Du ohne Zeitdruck in die Arbeit oder beginnst Du den Morgen schon mit Stress?
Schnell aus dem Bett, 2 Minuten duschen, kein Frühstück, denn das kann man sich ja unterwegs auch kaufen, dann zur Haltestelle rennen um den Bus gerade noch zu erreichen, um dann abgehetzt am Arbeitsplatz aufzuschlagen? – So sieht es doch der Morgen bei den meisten Menschen aus.

Welche Variante entspricht Deiner Morgenroutine? Sollte es die zweite sein, also die stressbehaftete, dann ändere das – hast Du zu wenig Zeit, dann stell den den Wecker vielleicht 10, 15 oder 20 Minuten früher! Wie kann man den Anspruch haben ein entspanntes Leben führen zu wollen, wenn man morgens den Tag mit Stress beginnt? Das geht beim besten Willen nicht.

Daher mein Tipp: beginne den Morgen entspannt, mit einem Spaziergang, bei dem Du frische Luft aufnimmst oder einer Meditation und einem ausgiebigen Frühstück. Und zu empfehlen ist ein Glas lauwarmen Wasser nach dem Aufstehen zu trinken! Glaube mir, der Tag fängt anders an, nämlich selbstbestimmt und ruhig.

Sollten Du diesen Vorschlag kritisch betrachten, also sagen, ich kann nicht früher aufstehen und morgens habe ich keinen Hunger, dann habe ich hier den nächsten Tipp: Probiere die entspannte Variante einfach mal aus! Sie kostet nichts – gar nichts – sie ist nur eine kleine aber effektive Umstellung im Leben. Und belüg Dich bitte nicht selbst.

Was habe ich in meiner Praxis immer wieder gehört? Ich kann morgens nichts essen – naja, aber wenn ich dann nachfragte, ob das im Urlaub machbar war, ja dann bekam ich die Antwort von den Klienten und Klientinnen, dass sie gerne gut gesättigt in den Tag starteten. Also es geht. Und wenn man gleich zu Beginn einen solchen Tipp ablehnt ohne ihn über wenigstens 4 Wochen auszuprobieren, naja, was soll ich dann dazu sagen?

Doch das Beispiel Frühstück oder einen Spaziergang in die Morgenroutine einzubauen und ein wenig früher aufzustehen ist nichts anderes, als sich selbst zu überprüfen ob man in seinem Leben etwas verändern möchte. Ist dies bei diesen kleinen und einfachen Veränderungen schon nicht der Fall, naja, dann braucht man auch keinen Kurs für Persönlichkeitsveränderung zu besuchen, kann sich den Gang zum Coach oder Therapeuten sparen und braucht sich auch keine Podcasts zum Thema Coaching anzuhören.

Ich möchte Euch motivieren, Deinen Tag in Ruhe und mit Freude zu beginnen – und denkt immer daran: Genießt jeden Tag Eures Lebens, so als wäre es der einzige Tag der Euch zur Verfügung steht. Jeder Tag hat so viel zu bieten und es könnte Dein letzter Tag auf dieser wunderbaren Welt sein. Freut Euch über das Leben, es ist das einzige Leben, welches wir vermutlich haben! Lebt Euer Leben!

Weißt Du was? Ich habe da eine Idee. Lass uns doch mal wieder eine Challenge machen! Die Handy-Free-Challange
Es gibt beispielsweise Retreats bei denen man das Handy als Teilnehmer 10 Tage abgeben muss, aber so lange soll unsere Challenge nicht gehen. Wie wäre es, wir lassen die Hörer und die Hörerinnen, die an der Challenge teilnehmen wollen, selbst entscheiden, ob sie ihr Mobiltelefon 2, 5 oder 10 Tage ausschalten.“

Klasse Idee, also nehmt an der Challenge Teil, macht das Handy 2, 5 oder 10 Tage aus und schreibt Eure Erfahrungen in das Kommentarfeld zu diesem Podcast.“

Perfekt – und die Seite mit dem Kommentarfeld verlinken wir in den Shownotes, also in der Beschreibung zu diesem Podcast – Also macht das Handy aus. Ich wünsche Euch, liebe Hörer und Hörerinnen alles, alles Gute nehmt an der Challenge teil und wir sehen bzw. Hören uns hoffentlich bald wieder zu einem neuen Podcast und vielleicht auch auf meiner Webseite https://ulieckardt.de

Bis dann – Mein Name ist Ulrich Eckardt.

Link zum Kommentarfeld: https://ulieckardt.de/podcast/wie-kann-man-stress-reduzieren/

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