Was ist Glück? Maslowsche Bedürfnishierarchie – Podcast mit Ulrich Eckardt

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Was ist Glück?

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Willkommen in meinem Podcast zu dem ich Euch recht herzlich begrüße. Heute geht es um das Thema Glück. Was ist Glück und Freude? Und noch ein kleiner Hinweis: Wenn Du keine Episode von mir verpassen möchtest, dann abonniere doch jetzt diesen Kanal.

Also, was ist Glück? Was meinst Du?

Viele Menschen gehen davon aus, dass sie glücklich sind, wenn sie ein luxuriöses Leben führen können, wenn sie einen für sich guten Partner oder eine gute Partnerin haben und oder wenn sie einen gut bezahlten Beruf nachgehen.

Dies bedeutet, dass Glück oftmals vom Außen abhängig ist, also vom Verhalten von Mitmenschen oder anderen Dingen, wie dem Einkommen.

Ja, bei viele Menschen ist das angebliche Glücksgefühl von materiellen Gütern oder anderen abhängig – das stimmt

Aber das ist Gott sei Dank ist nicht bei jedem so. Die Erfüllung menschlicher Wünsche und das Streben nach Glück ist ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen bis zu anhaltenden, vom friedvollen bis zu ekstatischen Glücksgefühlen einschließt.

Doch wann empfinden wir Glücksgefühle? Auf der einen Seite gibt es Menschen, die glücklich sind, wenn sie einen inneren Mangel, wie der Mangel an Selbstbewusstsein, durch bspw. ein großes Auto kompensieren können, andere sind hingegen glücklich, wenn sie sich ehrenamtlich sozial engagieren und wiederum andere Menschen empfinden Glück, wenn sie die Welt bereisen und und und. Daher gibt es, meines Erachtens, keine wirklich starre Definition von Glück, denn es gibt eine unendlich große Bandbreite an Auslösern von Glücksgefühlen.

Wichtig ist, meiner Meinung nach, dass wir uns von diesen materiellen Triggern, die Glücksgefühle auslösen können, unabhängig machen und bei uns selbst sind. Das gleiche gilt auch für das Verhalten anderer Menschen – man sollte sich davon frei machen – in einer perfekten Gefühlswelt. Das Problem ist nämlich, dass man es es nie allen Menschen recht machen kann und das sollte uns bewusst sein. Dennoch streben wir doch nach Anerkennung und Lob – das ist vollkommen menschlich und da nehme ich mich nicht aus.

Du meinst, man sollte das Außen vom Innen, wenn man das so sagen möchte, trennen?

Klar. Bist Du mit Dir im Reinen und hast all Deine eigenen psychischen Baustellen abgeschlossen, dann brauchst Du weder materielle Güter noch Lob von anderen. In der Theorie – aber, und das ist mir auch bewusst, das ist nicht dauerhaft möglich, denn wir sind, wie gesagt Menschen und keine Roboter.

Machen wir unsere Gefühle oder unsere Lebenseinstellung von äußeren Faktoren abhängig, dann ist die Chance recht hoch, dass diese positiven Gefühle nicht oder nur reduziert aufkommen können, denn das Außen ist niemals so wie wir es uns wünschen – Niemals zu 100% – und somit kann man, wenn man nur im Außen sein Glück sucht niemals 100% glücklich sein. Wirklich glücklich kann man demnach nur sein, wenn man das Außen und das Innen so weit wie möglich trennt.

„Doch das geht nur in einer Welt, in der kein Mangel herrscht. Schauen wir bspw. einmal in ein Kriegsgebiet, wie die Ukraine oder in eines der anderen 27 Kriegsgebiete weltweit, dann gilt es dort für die Menschen zu überleben und etwas zu Essen und ein Dach über dem Kopf zu haben.“

Richtig. Ist die eigene Wohnung oder das Haus zerbombt, sind Angehörige getötet worden oder man hat alles verloren, dann sind dies äußere Faktoren und egal welche innere Einstellung hat, für die eigene Gefühlswelt mit verantwortlich – alles wäre natürlich wahnwitzig. Das gleiche gilt auch für Gewaltverbrechen. Schau, es wäre ein Lüge, wenn man sich einreden würde, dass man immer bei sich sein kann und vom Außen 100% unabhängig Gefühle, wie Glück, erzeugt. Wer das annimmt oder propagiert, hat vermutlich selbst ein mentales Problem. Diese Trennung von Außen und Innen gibt es nur in der wirklich perfekten Welt – und die wiederum gibt es nicht oder wenigstens nicht dauerhaft.

Also gibt es doch Umstände, die unsere Gefühlswelt und somit unser Glück beeinflussen?

Absolut. Jeder von uns hat Bedürfnisse und wenn diese befriedigt sind, dann können wir uns mit dem nächsten Bedürfnis befassen. Hierauf basiert die Maslowsche Bedürfnishierarchie oder Bedürfnispyramide. Zunächst müssen wir als Mensch physiologische Bedürfnisse erfüllen. Hierzu zählen Nahrung, Wasser und der Schutz vor Witterung, sprich Behausung, also ein Dach über dem Kopf. Das sind, ohne Zweifel, äußere Faktoren.

Sind diese erfüllt, kommen meist Sicherheitsbedürfnisse auf. Diese sind Schutz, Stabilität, Frieden und gesellschaftliche Ordnung.
Sind auch diese erreicht, richten Menschen ihren Fokus auf die sozialen Bedürfnisse, wie Kommunikation, Familie, Gemeinschaft.
Sind auch diese befriedigt, dann kommen die Individualbedürfnisse, wie Macht, Anerkennung und Wertschätzung und erst dann kann man sich in Selbstverwirklichung üben und versuchen bei sich zu sein. Und vorher nicht. Erst dann spielen die anderen, äußeren Faktoren, keine Rolle mehr oder nur noch eine untergeordnete Rolle.

Und je weiter unten in der Hierarchie ein Bedürfnis angesiedelt und unbefriedigt ist, desto aggressiver werden Menschen.

Wie meinst Du das?

Naja, wenn man nichts zum Essen hat und wirklichen Hunger verspürt oder die Kinder Hunger leiden, also wenn die physiologischen Bedürfnisse nicht befriedigt sind, dann geht der Mensch auf die Jagd und wird alles tun, um Nahrung zu ergattern – und dabei sind oftmals alle Mittel recht und alle moralischen Grenzen aufgehoben. Kann man sich hingegen nicht selbst verwirklichen, befindet man sich also auf der obersten Stufe der Maslowsche Bedürfnishierarchie, wird man wohl weniger zu Gewalt greifen.

Und stelle Dir einmal vor, was passiert, wenn Menschen in Deutschland im Herbst oder Winter der Strom oder die Heizung abgestellt wird, weil sie die Rechnungen hierfür nicht mehr bezahlen können und deshalb die Wohnungen gekündigt bekommen – Dann wird das in der Hierarchie unterste Bedürfnis, das physiologische Bedürfnis, nicht mehr befriedigt. Deshalb sprechen Politiker derzeit vom sozialen Sprengstoff wegen der Ukrainekrise – dabei haben die gleichen Politiker diese Krise in Deutschland sehenden Auges verursacht.

Ok, wir kommen jetzt ein wenig vom Thema ab

Bist Du Dir da ganz sicher? Der Podcast hat das Thema Glück und wenn wir die aktuelle Situation ausblenden, dann sprechen wir über eine fiktive Wirklichkeit und nicht über das, was Deutschland im Herbst oder Winter bevorsteht.
Es gibt Politiker, es gibt Aktivisten und irgendwelche Gruppierungen, die sich selbst verwirklichen wollen, aber auf der anderen Seite sind da Menschen, die nicht mehr wissen, was sie sich zum Essen kaufen sollen – und warum? Weil eben die Selbstverwirklicher, die Kein-Putin Gas Schreier vollkommen vergessen oder ausblenden, dass das Geschäftsmodell Deutschlands auf dem Einkauf von günstiger Energie beruht. Und nur so nebenbei: Russland verdient derzeit mehr Geld mit Gas als früher. Aber das ist ein anderes Thema. Also die Bedürfnisse der Menschen werden sich zwangsläufig verschieben und sie werden gewaltbereiter werden.

Das hört sich aber ziemlich dramatisch an

Ja, leider, aber, es gibt auch ein gute Nachricht: Man kann auch glücklich sein, wenn man ansonsten wenig hat. Für uns, die verwöhnten Luxusgenerationen, wird es natürlich eine Umstellung, wenn wir uns weniger leisten können – keine Frage, aber genau diese Entwicklung ermöglicht es uns aber auch zu erkennen, was wir für sinnlose Güter in der Vergangenheit erworben haben und vielleicht lernen wir wieder uns über einfache Dinge, wie einen Spaziergang zu freuen.
Und genau das würde ich auch jedem anraten: Freut Euch über Kleinigkeiten, denn diese haben oftmals eine stärkere und länger anhaltende Bedeutung als ein Handy, welches über 1000 Euro kostet. Freut Euch über jeden Augenblick auf dieser wunderbaren Welt, genießt das Leben in vollen Zügen und lebt im Hier und im Jetzt

Ein schöner Schlusssatz und fangt an wieder die angeblich unscheinbaren Ereignisse wertzuschätzen, also ‚Back to the Roots‘. Vielen Dank für das Interview und vielen Dank liebe Hörer und Hörerinnen für Eure Aufmerksamkeit. Mein Name ist Ulrich Eckardt und wir hören uns beim nächsten Podcast wieder. Bis dahin wünsche ich Euch viel, viel Gesundheit und dass Eure Wünsche in Erfüllung gehen. Bis dann.

#Glück #MaslowscheBedürfnishierarchie #Ukraine #Freude #Podcast #UlrichEckardt

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