Existiert die Realität? – Podcast mit Ulrich Eckardt

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Existiert die Realität? - Podcast mit Ulrich Eckardt
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Existiert die Realität oder ist sie einfach nur eine Vorstellung?

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Willkommen zu einem neuen Podcast hier in meinem Kanal, zu dem ich Dich herzlich begrüße.In diesem Podcast geht es um das Thema Existiert die Realität und ob sie, die Realität, überhaupt so existiert, oder ob das, was wir als Realität bezeichnen überhaupt nicht existiert sondern die Realität nur eine Fiktion ist, die uns unsere Sinne vorspielen und sich so zusammensetzt, wie wir sie als Individuen gerne hätten. Heute wird es also ein wenig philosophisch.

Bleibt bitte bis zum Ende des Podcasts hier, denn am Ende gibt es noch ein kleines Experiment!

Hat jeder Mensch seine eigene Realität oder ist sie, die Realität, für alle Menschen gleich? Existiert die Realität überhaupt?

Ich denke, Du stimmst mir zu, dass Du schon hier und da die Erfahrung machen durftest, dass es Menschen in Deinem Umfeld oder am Arbeitsplatz gibt, die, sagen wir es einmal freundlich, in ihrer eigenen Welt leben – in einer anderen Realität, zum Teil fern ab von unserer.
Obwohl Du und diese Menschen die gleichen Eindrücke wahrnehmen, bewerten sie sie möglicherweise komplett anders. Warum ist das so? Das ist recht einfach erklärt. Die angebliche existierende Realität setzt sich aus Informationen zusammen, die der Sehnerv, der Hörnerv, der Tast-, der Geruchs- und der Geschmackssinn dem Gehirn zur Verfügung stellen. Diese Informationen werden mit Erfahrungen verglichen, bewertet und mit Gefühlen verknüpft. Jeder Information wird somit ein gewisses Gefühl zugeschrieben. Dies kann Glück, Gleichgültigkeit, Verzweiflung, Liebe oder etwas ganz anderes sein. Die Gefühlszuordnung erfolgt unbewusst. Das Unterbewusstsein es vergleicht nun aktuelle Eindrücke mit Erfahrungen aus der Vergangenheit und lässt die Emotionen wieder aufleben, auch wenn die Erfahrungen schon Jahre zurückliegen – und daher ist die Bewertung von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Stimmt. Dem einen schmecken Speisen, die beim anderen ein Würgegefühl aufkommen lassen – bestes Beispiel hierfür ist Spinat. Wie ich Spinat früher gehasst habe und heute mag ich ihn. Welche Beispiele gibt es noch?

Ja, Spinat kennt jeder 🙂 Nehmen wir beispielsweise das Bild eines Autos. Ein solches Bild kann in einem Menschen das Gefühl erzeugen das Auto kaufen zu wollen – es kann auch Angst bei einem Unfallopfer auslösen. Es ist wichtig dabei zu erkennen, dass Bilder keine spezifischen, allgemeingültigen Gefühle erzeugen, sondern die Bewertung von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen kann. Dies gilt für die Art der Emotion als auch für deren Intensität. Und damit erschafft sich jeder Mensch seine eigene Realität – und eine Realität für jedermann gleich kann daher nicht existieren. Solltet Ihr also mal wieder von jemanden hören, „Es ist so“, dann ist das nicht richtig, denn „Es ist so“, ist nur in seiner bzw. ihrer Welt eben so – und dies muss sich nicht mit Deiner Realität decken.

Dies bedeutet aber auch, dass wir ein wenig toleranter gegenüber anderer Meinungen sein dürfen

Ja, aber erschwerend kommt noch hinzu, dass wir alle nur 2 – 10% von den Informationen wahrnehmen, die auf uns einprasseln und zwar genau die Informationen, auf die wir uns konzentrieren – oder besser fokussieren. Du kennst das vielleicht – Du willst Dir ein neues Auto kaufen und schwubs siehst Du plötzlich überall genau das Modell, für welches Du Dich interessierst auf der Strassen fahren. Du hast damit nichts anderes gemacht, als Deinen Fokus zu verändern, denn die Fahrzeuge fuhren letzte Woche vermutlich auch schon herum. Das gleiche gilt für Frauen, die die Diagnose Schwangerschaft erhalten. Was sehen die Frauen auf einmal? Richtig, andere Frauen mit Kinderwagen – überall.

Das ist spannend und ich kann das nur so bestätigen. Aber nennt man dies nicht auch das Gesetz der Anziehung?

Das Gesetz der Anziehung existiert, meines Erachtens nicht, sondern das Gesetz der Fokussierung. Auf die Themen, auf Du Dich in Deinem Leben konzentrierst gelangen in den Fokus Deiner Wahrnehmung und werden somit zu Deiner Realität.

Über die Nervenbahnen werden alle Eindrücke von außen nahezu in Echtzeit unbewusst bewertet, gefiltert und das Ergebnis uns als die Realität präsentiert, auch wenn wir dies nicht immer erkennen.

Neben den bewussten Sinnesreizen gibt es auch solche, die wir bewusst gar nicht wahrnehmen, sondern erst dann fühlen, wenn wir uns auf sie konzentrieren. Dies kann das Fühlen der Sitzfläche des Stuhls sein, oder auch die Hand, die vielleicht eben über das Kinn streift. Selbst Verletzungen, wie sie bei Gartenarbeiten oder beim Sport vorkommen, werden nicht beachtet, sondern erst dann erkannt, wenn man sie sieht. Kennst Du auch diesen berühmten blauen Fleck von dem Du nicht weißt wie er entstand? Was lernen wir daraus? Nicht jeder Eindruck, der vorhanden ist, erreicht das bewusste Denken.

Das mit dem blauen Flecken ist mir auch schon passiert – Plötzlich war einer da, und der tat erst weh, als ich ihn bemerkt habe. Was mir auch schon passierte ist, dass ich nach dem Wandern meine Schuhe auszog und urplötzlich schmerzten die Füße und zwar in dem Augenblick als ich eine offenen Blase entdeckte. Vorher war davon nichts zu spüren.

Warte, denn es wird noch skurriler:

Wenn Du einen Film schaust, befindet sich der Film nicht dort, wo Du glaubst ihn zu sehen. Denn die Lichtwellen des Fernsehers werden über die Linse des Auges auf die Netzhaut projiziert. Dort angekommen regen sie die Photorezeptoren an, die die eingehenden Informationen an das Gehirn senden. Das entstandene Bild steht auf dem Kopf, wird vom Hirn umgedreht, interpretiert und der Verstand versucht eine Logik und einen Sinn darin zu finden. Das Ergebnis dieses Prozesses wird Dir anschließend zur Verfügung gestellt, ohne dass Du bewusst darüber nachdenken musst.

Das gleiche gilt auch für den Podcast, den Du eben hörst. Die Schallwellen Deines Kopfhörers oder Deines Rechners gelangen über das Trommelfell und über Nervenbahnen in Dein Hörzentrum, werden ebenfalls von Dir unbewusst interpretiert. Es geht sogar beim Hören so weit, dass andere Stimmen oder Geräusche, die ebenfalls von Deinem Trommelfell an den Hörnerv weitergeleitet werden, komplett herausgefiltert werden.

Das ist eine sensationelle Leistung des Gehirns.

Absolut. Bei der reinen Verarbeitung von Informationen schaltet sich das Unterbewusstsein ein und vergleicht in Höchstgeschwindigkeit alle Eindrücke mit Erfahrungen aus der Vergangenheit. Erkennt das Unterbewusstsein eine Taktfrequenz eines Liedes, oder ein Bild usw. kommen sofort Erinnerungen und die damit verbundenen Gefühle auf. Emotionen werden somit unbewusst getriggert. Hierzu ein kurzes Beispiel: Kennen Sie Depeche Mode? Was passiert, wenn ich nun einfach sage „Shout, Shout“ – genau – Gefühle der 80’er kommen auf, solltest Du das Lied von Depeche Mode kennen. Wer „Shout, Shout“ nicht kennt, kann „YMCA“ jetzt anfangen zu summen.

Und das ist mit jeder Erinnerung so – spannend – Du wolltest noch ein Experiment durchführen.

Ja, stimmt und zwar eine Kurzmeditation. Wer möchte nimmt an diesem Experiment aber bitte nur teil, wenn es die äußeren Umstände auch erlauben, denn für das Experiment bitte ich die Zuhörer und Zuhörerinnen ihre Augen zu schließen – Solltest Du gerade ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen oder einer anderen Tätigkeit nachgehen, die Deine volle Aufmerksamkeit benötigt, dann schalte jetzt den Podcast aus und höre ihn später noch einmal an.

Ich bitte Dich nun darum, dass Deine Augen zu schließen und ruhig ein und wieder auszuatmen. ….. Stelle Dir nun eine magische Kraft vorstellen, die dafür sorgt, dass Deine Augenlider immer schwerer werden. Diese magische Kraft kann für Dich ein Licht, eine Farbe, ein Ton oder einfach das Gefühl der Schwere sein.

Bei jedem Ausatmen wird die magische Kraft stärker und die Augenlider immer schwerer und schwerer. Wie von selbst – immer schwerer…. diese magische Kraft, ist wie ein Märchen, welches wir früher einmal hörten. …. Es war also einmal eine magische Kraft, die dafür sorgt, dass Deine Augen immer schwerer und schwerer werden ….. wie von selbst …. einfach beim Ausatmen …. diese magische Kraft kann für Dich ein Licht, eine Farbe, ein Ton oder einfach das Gefühl der Schwere darstellen, welches bei jedem langsamen Ausatmen Deine Augen noch schwerer werden lässt – bleischwer ….

…. manchmal sagen mir Menschen, dass ihre Augenlider so schwer sind, als würden an den Augen Gewichte hängen, die so groß und so schwer sind, wie Betonplatten und sie wissen, dass die kleinen Augenmuskeln diese Gewichte nicht mehr hochheben können und ihre Augen deshalb JETZT auch geschlossen bleiben…. und wenn Du Dir, ganz sicher bist, dass Du Deine Augen nicht öffnen möchtest, dann kannst Du dies einmal testen und zwar in dem Du Deine Augenbrauen nach oben ziehst, in dem Du Deine Stirn runzelst und Du wirst bemerken, dass Du Deine Augen nicht mehr öffnen möchtest

…. es kann sogar sein, dass je mehr Du versuchst Deine Augen zu öffnen, die Augenlider nur noch schwerer werden – Und nun bitte ich Dich darum, dass Du von 1 bis fünf zählst, laut oder leise, und bei fünf angekommen, kannst Du Deine Augen einfach wieder öffnen, sie sind dann federleicht. …. Öffne jetzt Deine Augen….

Ich hoffe, Dir geht es gut, denn ich bitte Dich nun wieder darum Deine Augen zu schließen…… lasse nun Entspannung statt Schwere sich in Deinen Augen ausbreiten …. einfach Entspannung hineingleiten lassen …. bei jedem Ausatmen …. noch noch mehr Entspannung …. …. hohle jetzt nun so richtig tief Luft, halte die Luft kurz an und atme sehr langsam wieder aus und beim Ausatmen läßt Du die Entspannung aus Deinen Augen durch Deinen ganzen Körper nach unten bis zu den Füßen fließen ….. lasse die Entspannung beim nächsten Ausatmen noch viel deutlicher werden…. noch mehr Entspannung… .fühlt sich gut an – nicht wahr? Gut, dann zähle wieder von 1 bis 5 und bei 5 machst Du die Augen bitten wieder auf – ich hoffe, Du bist nun angenehm entspannt.

Ich bin echt entspannt – was hast Du gemacht?

Warte, ich ich weiß, dass diese Übung nicht bei jedem gleichermaßen funktioniert, sie hat auch nicht den Anspruch dies zu tun, doch egal, ob Deine Augen schwer waren oder nicht, Du hast vermutlich ein Gefühl wahrgenommen – ein Gefühl, welches Du selbst erzeugt hast und welches kein anderer Mensch genauso fühlte wie Du eben. In Deiner Realität gab es das eine oder andere Gefühl – Ich hingegen habe nur eine kurze Geschichte erzählt – die Bewertung und das Aufkommen der Gefühle fand in Dir selbst statt. Du hast damit Deine eigene Realität erzeugt! – Spannend, nicht wahr? Die Gefühle kamen nicht von außen – ich habe sie auch nicht im Podcast versteckt.

Wo kamen sie denn dann her die Gefühle?

Naja, Du hast sie selbst erzeugt und zwar auf Basis von einfachen Schallwellen. Was bedeutet das? Es bedeutet nichts anderes als das Gefühle nie von außen kommen, sondern immer in uns entstehen. Und es bedeutet, dass wir noch nie jemand ein Gefühl gegeben haben, sondern uns immer nur so verhalten haben, dass wir hofften, dass im anderen das gewünschte Gefühl erzeugt wird.

Aber ich habe doch schon mal jemand ein Gefühl gegeben, dachte ich jedenfalls

Nein, hast Du nicht – Du hast Dich nur so verhalten, wie gesagt, in der Hoffnung im anderen ein Gefühl zu erzeugen. Du kannst ja nachher einmal Deine Frau anschreien und ihr sagen, dass Du sie liebst – ich denke, sie wird eine gewisse Diskrepanz zwischen Deinen Worten und der Lautstärke bemerken. Aber das Gefühl der Liebe wird wohl kaum aufkommen.

Das bedeutet, dass wir Gefühle immer selbst erzeugen? Unabhängig vom außen?

Ja, das ist genauso. Es hat noch nie jemand einem anderen ein Gefühl gegeben – Gefühle entstehen immer in uns selbst. Ich weiß, dass gefällt dem einen oder anderen nicht unbedingt, denn man hat dann niemand, den man für seine Gefühlswelt verantwortlich machen kann, aber es ist wirklich so. Aber über dieses Thema sollten wir einen weiteren Podcast machen.

Thema des Podcasts: Existiert die Realität

 

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