Wenn man als Coach oder Trainer einen Auftrag erhält, um Veränderungen im Klienten zu bewirken, bedingt es, dass der Klient oder die Klientin darüber aufgeklärt wird, dass nicht der Trainer die Veränderung herbeiführen kann, sondern nur der Klient selbst. Die Aufgabe des Trainers oder Coaches ist es, kognitive Denkprozesse anzuregen, die sich dann bewusst oder unbewusst, auf das Denken, und damit das zukünftige Verhalten, eines Klienten auswirken.

Der Feldweg der Gewohnheiten

Natürlich können Veränderungen innere Konflikte aufbrechen lassen oder Widerstand erzeugen, denn Veränderungen können durchaus schmerzhaft sein. Vergleichen kann man dies mit einem alten, eingefahrenen Feldweg, dessen tiefe Spurrillen es dem Fahrzeuglenker nicht erlauben eine andere Richtung als die bekannte und vorgegebene einzuschlagen. Die Fahrtrichtung wird durch den Weg bestimmt, lediglich die Geschwindigkeit kann der Fahrer noch bedingt beeinflussen. Unüberlegte oder hektische, mit einem enormen Kraftaufwand verbundene Lenkbewegungen führen zu Stress und bleiben meist ergebnislos.

Ein Coach kann versuchen die zur Verfügung stehende Technik des Fahrzeuges, also die Ressourcen im Klienten, zu optimieren und somit dem Fahrer die Möglichkeit anzubieten, die hohe Wand der Spurrillen zu überwinden, um einen anderen, vielleicht sogar einen neuen Weg einschlagen zu können.
Dieser neue Weg in eine andere Richtung kann zunächst holprig sein, sich unangenehm anfühlen, neue Erkenntnisse bringen, andere Aspekte und neue Sichtweisen eröffnen und somit das Weltbild und das Verhalten des Klienten, je nach Thema, mehr oder minder stark verändern.

Saboteure verhindern Veränderungen

Es kann sein, dass andere Menschen oder äußere Einflüsse nicht begeistert sind, wenn ein Mensch in ihrer Mitte sich plötzlich anders verhält, andere Denkstrukturen aufzeigt. Saboteure können durchaus gewillt viel Energie darauf zu verwenden, damit diese Veränderungen wieder rückgängig gemacht werden. Der Grund für dieses destruktive Verhalten ist recht einfach:

Wenn wir uns ändern, verändern wir unser Umfeld und alle, die in diesem Umfeld leben
– Veränderungen können schmerzhaft sein –

Die Querulanten sind dann gefordert ihren eigenen eingefahrenen Weg zu verlassen und sich auf Neues einzustellen.

Fragen vor einem Coaching

  • Bevor Sie also ein Coaching anstreben und Veränderungen herbeiführen wollen, fragen Sie sich, ob dies Ihr Umfeld positiv bewerten würde.
  • Was könnte sich positiv verändern?
  • Was könnte sich negativ verändern?
  • Was würde geschehen, wenn sich nichts ändert?
  • Möchte die ich aktuelle Situation noch die nächsten x Monate / Jahre so aufrechterhalten?

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