Der Erfahrungsaustausch (Supervision) zwischen Kollegen ist wichtig für die eigene Weiterentwicklung und für ein gemeinschaftliches Miteinander. Wer Kollegen ausschließlich als Konkurrenten sieht, darf sich überlegen, ob er seinen Horizont erweitern sollte.

Damit der Austausch in einer Gruppe sinnvoll durchgeführt wird, finden Sie ein paar einfache Anregungen.

  1. Pünktlichkeit
    Seien Sie pünktlich. Es ist nicht förderlich, wenn die Gruppe bereits ein Thema besprochen hat und sie den Inhalt für den Zuspätgekommenen wiederholen muss.
    Wenn Sie schon unpünktlich kommen, setzten Sie sich ohne großes Aufhebens auf einen Stuhl. Begrüßen Sie niemanden per Handschlag. Warten Sie, bis Sie an der Reihe sind und entschuldigen Sie sich erst dann.
  2. Bestimmen eines Moderators
    Die Gruppe bestimmt einen Moderator, der auf  Zeitvorgaben achtet. Es gibt unter uns Mitmenschen, die ein Problem breittreten können und sich selbst gerne sprechen hören.
  3. Fragen vorab definieren
    Jeder Teilnehmer in der Gruppe definiert vor dem Meeting die Themen, die er besprechen möchte. Die Schilderung des Sachverhaltes sollte weniger als 5 Minuten dauern.
  4. Kompetenter Teilnehmer
    Ist einer der Teilnehmer mit einem Sachverhalt besser vertraut als andere, kann dieser die gestellten Fragen beantworten. Für die Beantwortung sollte ebenfalls ein Zeitfenster festgelegt sein. Sinnvoll kann hier die Zeitvorgabe von 10 Minuten sein.
  5. Brainstorming der Gruppe
    Niemand ist unfehlbar, machmal sind wir auch betriebsblind. Daher kann es bei der Lösung des Themas sinnvoll sein, wenn die Gruppe über die Antworten diskutiert, Brainstorming betreibt, neue Aspekte einbringt und die Thematik auch von anderen Gesichtspunkten aus betrachtet. Dieser Teil des Austausches kann vielleicht 15 – 20 Minuten betragen.
  6. Zusammenfassung der Antworten
    Falls gewünscht, kann der Moderator oder der Fragesteller die Antworten zusammenfassen. Dabei erkennt man, ob der Fragesteller die Antworten überhaupt verstanden hat. Dauer 15 Min. Die Gruppe interveniert, wenn etwas missverstanden wurde.
  7. Lösung
    Der Fragesteller entscheidet sich für eine Lösung, basierend aus den Erkenntnissen der Diskussion und beschreibt einen Lösungsweg. Dauer 5 Minuten.
  8. Hilfestellung bei der Umsetzung
    Die Gruppe gibt detaillierte Anregungen und Hilfestellungen für die Umsetzung. Dauer 10 Min.

Sinn und Zweck dieses Vorgehens ist es, dass ein zeitlicher Rahmen eingehalten wird und eine Diskussion zu einem Thema nicht ausufert. Der Moderator achtet strickt auf die zeitlichen Vorgaben. Themen, die an einem Meeting nicht ausreichend aufgearbeitet werden konnten, werden zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf die Agenda gesetzt. Auch wird durch das strukturierte Vorgehen gewährleistet, dass mehrere Teilnehmer ihre Themen in der Runde diskutieren lassen können.

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